e-Invoicing,  Compliance

Asiatisch-Pazifischer Raum Stand des E-Invoicing und der elektronischen Steuererklärungen

Asiatisch-Pazifischer Raum erechnung

Von Japan bis Neuseeland beschleunigt die APAC-Region die Umsetzung der E-Invoicing-Anforderungen mit neuen Gesetzen und Zeitplänen für die Einführung sowohl im B2G- als auch im B2B-Bereich. Auf dem globalen Markt ist dies nicht mehr nur ein Trend, sondern schon eine Realität, die die Unternehmen dazu bewegt, sich neu erfinden und aktualisieren zu müssen, um auf die steigenden Bedürfnisse und Anforderungen bei der Einhaltung der Steuervorschriften reagieren zu können. 

Der jüngste Billentis-Bericht schätzte den globalen Markt der E-Invoices im Jahr 2019 auf 4,3 Billionen Euro und prognostiziert, dass er bis 2025 auf rund 18 Billionen Euro ansteigen wird. Der Bericht sagt außerdem voraus, dass die meisten asiatischen Länder bis 2025 ein Clearance-Modell mit E-Invoices einführen werden. Bei diesem Modell werden Rechnungen oder Rechnungsdaten in Echtzeit an die zuständigen Steuerbehörden übermittelt.

Die mit der fehlerhaften Erstellung elektronischer Rechnungen verbundenen Kosten sind einer der Hauptgründe für die verspätete Bezahlung von Rechnungen im B2B-Bereich. Laut einer Atradius-Umfrage war dies in der asiatisch-pazifischen Region der Grund für 21,2 % verspätete Zahlungen. Praktisch alle diese Fehler können durch ein integriertes und automatisiertes Verfahren für den elektronischen Dokumentenaustausch vermieden werden. Durch die automatische Integration und Extraktion von Informationen aus dem ERP-System werden strukturierte Dokumente erstellt, die in Echtzeit an die entsprechenden Empfänger weitergeleitet werden. 

Alle diese Wechsel bedeuten, dass Prozesse, Managementsysteme und Operativität innerhalb der Unternehmen geändert und angepasst werden müssen. Alle laufen auf neue Geschäftsmodelle und interne Organisationen hinaus, die sie zu einer tiefgreifenden digitalen Transformation führen. 

Laut Andre Menezes, Global Sales Manager bei EDICOM, „beobachten wir in der APAC-Region in Bezug auf die Einführung von E-Invoicing auf nationaler Ebene in vielen Ländern eine ähnliche Entwicklung wie in Europa. Sie haben sich an bewährten Praktiken in anderen Regionen wie Europa und LATAM (Pionierregion) orientiert, was sich in ihren E-Invoicing-Modellen widerspiegelt, die einer ziemlich standardisierten Praxis für die Rechnungserstellung (XML und JSON), einem ziemlich standardisierten strukturierten Modell und kombinierten APIs für die Übermittlung folgen“.

E-Invoicing-Modelle in der APAC-Region

Die Implementierung von E-Invoicing-Lösungen bedeutet, dass Prozesse, Managementsysteme und Operativität innerhalb der Unternehmen geändert und angepasst werden müssen. In der asiatischen Region müssen die Unternehmen jedoch einige besondere Herausforderungen bewältigen.

Fritz Hu, Global Account Manager für den asiatischen Markt bei EDICOM, erklärt: „Wir stehen vor Szenarien, in denen die meisten unserer Kunden multinationale Unternehmen mit einer starken Präsenz in APAC sind. Ein globaler Dienstleister wie EDICOM hilft ihnen, den Implementierungsaufwand zu reduzieren und die Compliance-Prozesse auf dem neuesten Stand zu halten. Selbst in komplexen Szenarien, in denen die Unterstützung eines Steuerberaters erforderlich sind, stellt die Möglichkeit, sich auf einen einzigen Technologieanbieter zu verlassen, um ihre Bedürfnisse zu zentralisieren, einen enormen Vorteil dar, da ein einziger End-to-End-Prozess und eine nahtlose globale E Invoicing Integration zur Verfügung stehen".

F. Hu erklärt: „Südkorea ist neben Taiwan ein Pionier in der Region und kann auf gut etablierte Modelle zurückgreifen. Vietnam hat sein E-Invoicing-System verbessert und ist eindeutig auf dem Weg zu einem nationalen Standard. Andere Länder wie Australien, Neuseeland und Singapur haben das europäische Modell übernommen (Peppol) und planen eine massive Einführung auf B2B- und B2G-Ebene. In anderen Ländern wie Indonesien und Thailand wird eine allgemeine Einführung langsamer vorbereitet. Auch China hat seine nationale Plattform schrittweise eingeführt, mit dem Ziel, sie landesweit verbindlich zu machen.“

Der in der APAC-Region am weitesten verbreitete Fluss von E-Rechnungen der APAC ist die Vorlage voin Berichten und Erklärungen nahezu in Echtzeit und ein Genehmigungssystem, mit dem vor dem Austausch von Rechnungen die Genehmigung staatlicher Stellen eingeholt werden kann. 

In diesen Ländern ist der Einsatz des E-Invoicing oder des VAT Reporting schon verpflichtend

Japan: Seit Januar 2021 arbeiten EIPA (E-Invoice Promotion Association ) und die japanische Regierung gemeinsam mit OpenPEPPOL an der Entwicklung eines japanischen Standards, der den rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen des Landes entspricht. Die Basis für dieses japanische Modell ist PINT, die internationale Version von PEPPOL, das auf BIS Billing 3.0 basiert.

Südkorea: Das E-Invoicing begann sich in Südkorea sowohl im B2G-Bereich als auch im B2B Bereich im Jahr 2011 schrittweise auszubreiten. Ab 2014 müssen alle Steuerpflichtigen, deren Umsatz 300 KRW (264,5 USD) pro Jahr übersteigt, ihre Mehrwertsteuerrechnungen elektronisch in Echtzeit ausstellen. Ab 1. Juli 2022 wird der Schwellenwert auf 200.000.000 KRW (ca. 160.000 USD) und ab 1. Juli 2023 auf 100.000.000 KRW (ca. 83.000 USD) gesenkt.

Taiwan: Ab Januar 2021 sind alle in- und ausländischen Unternehmen mit einer Geschäftslizenz in Taiwan verpflichtet, Rechnungen elektronisch zu erstellen. Das eGUI-System sieht die Verwendung elektronischer Signaturen auf Rechnungen vor, die spätestens 7 Tage nach ihrer Ausstellung an die Plattform des Finanzministeriums zu übermitteln sind.

E-Rechnungen werden in Indonesien e-Faktur Pajak genannt. Die verpflichtende Umsetzung erfolgte in zwei Stufen: Am 1. Juli 2015 trat die Verpflichtung für Steuerpflichtige auf Java und Bali in Kraft, am 1. Juli 2016 für Steuerpflichtige in anderen Regionen Indonesiens.

Kasachstan hat im Jahr 2016 mit der Einführung des E-Invoicing begonnen. Die Regierung stellt den Steuerzahlern eine zentrale Plattform (EIIS) zur Verfügung, um Rechnungen zu validieren und an die Empfänger zu verteilen.

Indien: Das GST e-invoice /IRN System ist das indische E-Invoicing System, das am 1. Oktober 2020 verbindlich eingeführt wird. Die Umsetzung wird schrittweise erfolgen: Ab 1. April 2022: Für Unternehmen, die im letzten Geschäftsjahr mehr als 20 Millionen Rupien in Rechnung gestellt haben.

In den folgenden Ländern ist sie noch nicht obligatorisch

Vietnam hatte geplant, im Jahr 2020 mit der Verpflichtung zu beginnen, aber die durch die Pandemie verursachten besonderen Umstände haben zu einer Verschiebung des ursprünglichen Termins geführt. Alle Steuerpflichtigen, die derzeit Papierrechnungen ausstellen, müssen ab dem 1. Juli 2022 elektronische Rechnungen ausstellen.

Thailand: In Thailand ist die elektronische Rechnungsstellung freiwillig. Die thailändische Regierung hat noch keine Rechtsvorschriften veröffentlicht, in denen sie über die Fristen für die Einführung dieser Pflicht informiert.

Australien: E-Rechnungen sind derzeit nur für die Agenturen des Commonwealth verpflichtend, die bis spätestens 1. Juli 2022 ein E-Invoicing-System einführen mussten. Aber auch Australien bereitet sich auf die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung im B2B Sektor vor. Zu diesem Zweck hat es eine öffentliche Informationskampagne über das E Invoicing zwischen Unternehmen eingeleitet. Sie trägt den Namen Business eInvoicing Right (BER) und bedeutet, dass alle Unternehmen, die bereit sind, Rechnungen im Peppol-Format zu empfangen, auch ihre Partner auffordern können, ihnen Rechnungen in diesem Format zu schicken. Ziel der BER-Initiative ist es, die Nutzung von E-Invoices zwischen Unternehmen auszuweiten. 

In Neuseeland müssen die zentralen Regierungsbehörden ab dem 31. März 2022 Rechnungen in elektronischer Form erhalten. Die Unternehmen müssen einen zertifizierten Peppol Access Point beauftragen, um elektronische Rechnungen austauschen zu können.

Die Philippinen machen Fortschritte bei der Einführung des neuen E-Invoicing-Systems EIS (Electronic Invoicing System). Das Finanzamt, das Bureau of Internal Revenue (BIR), das für das Projekt zuständig ist, hat angekündigt, dass es ab Juli 2022 in Kraft treten und die Verwendung elektronischer Rechnungen für die 100 großen Steuerzahler des Landes verbindlich machen wird.

Die Globale Plattform von EDICOM

Die Lösungen von EDICOM automatisieren die Anpassung seiner Systeme mit Tools für die Datenumwandlung und spezifischen Kommunikationslösungen, die an die Anforderungen der öffentlichen Verwaltungen und Geschäftspartner in den Ländern, in denen es tätig ist, angepasst sind. 

F. Hu beschreibt die Projekte von EDICOM: „Die EDICOM-Plattform ist ein Synonym für eine globale, zentralisierte E-Invoicing-Lösung. Unsere Kunden delegieren die Komplexität jedes Compliance-Projekts an EDICOM, von der Implementierung bis zur Überwachung. Es handelt sich um einen echten 100%-igen Managed-Service-Ansatz, mit dem unsere Kunden die Kosten und den Aufwand bei der Implementierung von E-Invoicing auf globaler Ebene drastisch reduzieren können.“ 

Einige der Vorteile der Zusammenarbeit mit einem globalen Anbieter wie EDICOM sind:

  • Eine einzige globale Plattform.
  • Einzigartige Entwicklung für unsere Kunden.
  • 100 % Managed Services.
  • Proaktives und vorausschauendes Änderungsmanagement, sowohl für geschäftliche Veränderungen als auch für neue rechtliche Anforderungen.
  • Erfahrung und Know-how aus mehr als 25 Jahren.
  • Innovative Entwicklung zur Verbesserung der Projektdurchführung, der Hyperautomatisierung und des autonomen Betriebs der zentralisierten Plattform.

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