e-Invoicing

Japan setzt bei der Einführung der E-Rechnung auf Peppol

Japan: E-Rechnung auf PEPPOL

Japan hat im September 2021 eine sogennante Peppol Authority eingerichtet und ist nun dabei, die E-Rechnung auf Grundlage des Peppol-Standards einzuführen. Peppol ist ein interoperabler Standard, der die grenzüberschreitenden elektronische Beschaffung erleichtern soll.

Die Electronic Invoicing Promotion Association (EIPA) ist in Japan für die Entwicklung und den Aufbau des standardisierten E-Invoicing-Systems zuständig.

Das Ziel der EIPA ist es den digitalen Wandel im Land zu erleichtern, indem sie den Einsatz von Technologien für die Verwaltung und den Austausch von elektronischen Dokumenten fördert. Die Digitalisierung des gesamten Rechnungsstellungs- und Verwaltungsprozesses soll dazu beitragen, die Effizienz und Produktivität japanischer Unternehmen zu steigern. EDICOM ist Mitglied der EIPA und unterstüzt damit den Plan, die digitale Transformation innerhalb japanischer Unternehmen voranzutreiben.

Peppol in Japan

Seit Januar 2021 arbeiten die EIPA und die japanische Regierung gemeinsam mit OpenPEPPOL an der Entwicklung eines japanischen Standards, der den gesetzlichen und technischen Anforderungen des Landes entspricht. Die Grundlage des japanischen Modells ist PINT, die internationale Version von Peppol, die auf BIS Billing 3.0 basiert. Diese Version ist so konzipiert, dass sie den internationalen Anforderungen entspricht und gleichzeitig die lokalen Spezifikationen berücksichtigt.

Die Regierung geht davon aus, dass das System im Herbst 2022 betriebsbereit sein wird. Ein Jahr später, im Oktober 2023, soll die E-Rechnung dann zur Pflicht werden.

Die Einführung von PEPPOL in Japan bedeutet, dass der Austausch elektronischer Dokumente zwischen öffentlichen Auftraggebern und ihren Lieferanten zukünftig im Peppol-Format stattfinden wird.

Bislang besteht in Japan keine Pflicht, elektronische Rechnungen zu erstellen oder zu empfangen. Die EIPA empfiehlt jedoch, dass Unternehmen bis Oktober 2022 eine Peppol-kompatible Software für die Erstellung von E-Rechnungen verwenden.

EDICOM, akkreditierter Peppol-Anbieter in Japan

Nach Prüfung durch die sogenannte Digital Agency, hat die japanische Peppol Authority EDICOM als autorisierten Peppol-Anbieter in Japan zertifiziert.

Diese Akkreditierung qualifiziert EDICOM als Partner für nationale und internationale Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung in dem Land.

Über den EDICOM Peppol Access Point können öffentliche Auftraggeber den Austausch sämtlicher elektronischer Dokumente mit Partnern und Lieferanten gemäß des Peppol-XML-Standards automatisieren.

In welchen Länder werden E-Rechnungen über Peppol ausgetauscht?

Peppol wurde ursprünglich von der Europäischen Union (EU) entwickelt, um den grenzüberschreitenden Handel zwischen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern innerhalb der EU zu erleichtern. Aufgrund der Vorteile in Bezug auf Interoperabilität wird es mittlerweile aber auch in Nicht-EU-Staaten verwendet.

Peppol wird zum Beispiel in den folgenden Ländern verwendet: Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden, Italien, Polen, Norwegen, die Niederlande, Dänemark, Finnland, Belgien, Österreich, Island, Griechenland und Portugal.

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