e-Invoicing

Japan setzt bei der Einführung der E-Rechnung auf Peppol

Japan: E-Rechnung auf PEPPOL

Japanische Konsumsteuer – Japanese Consumption Tax

Japan wird ab dem 1. Oktober 2023 das System Qualified Invoice Method einführen. Gemäß des neuen Systems müssen qualifizierte Rechnungen, die von einem registrierten Rechnungsaussteller ausgestellt wurden, aufbewahrt werdem, um eine Gutschrift für Vorleistungen zu erhalten. Das neue Rechnungssystem betrifft alle japanischen Unternehmen, die sich für die JCT-Steuer qualifizieren wollen.

Um den neuen Vorgaben zu entsprechen, müssen die Rechnungsaussteller bei der Steuerbehörde einen Antrag auf Ausstellung einer Konsumsteuer-Identifikationsnummer (ID) stelle. Die ID-Nummer muss dann auf den Rechnungen erscheinen, damit diese als "qualifizierte Rechnungen" gelten.

Die Anmeldefrist dafür endet am 30. September 2023.

Qualifizierte Rechnungen über Peppol

Japan hat im September 2021 eine sogennante Peppol Authority eingerichtet und ist nun dabei, die E-Rechnung auf Grundlage des Peppol-Standards einzuführen. Peppol ist ein interoperabler Standard, der die grenzüberschreitenden elektronische Beschaffung erleichtern soll.

Seit Januar 2021 arbeiten die EIPA und die japanische Regierung gemeinsam mit OpenPeppol an der Entwicklung eines japanischen Standards, der den gesetzlichen und technischen Anforderungen des Landes entspricht. Die Grundlage des japanischen Modells ist PINT, die internationale Version von Peppol, die auf BIS Billing 3.0 basiert. Diese Version ist so konzipiert, dass sie den internationalen Anforderungen entspricht und gleichzeitig die lokalen Spezifikationen berücksichtigt.

Das Ziel der EIPA ist es den digitalen Wandel im Land zu erleichtern, indem sie den Einsatz von Technologien für die Verwaltung und den Austausch von elektronischen Dokumenten fördert. Die Digitalisierung des gesamten Rechnungsstellungs- und Verwaltungsprozesses soll dazu beitragen, die Effizienz und Produktivität japanischer Unternehmen zu steigern. EDICOM ist Mitglied der EIPA und unterstüzt damit den Plan, die digitale Transformation innerhalb japanischer Unternehmen voranzutreiben.

Ab dem 1. Oktober 2023 wird Japan die Verwendung qualifizierter Rechnungen vorschreiben, die elektronisch über das Peppol-Netzwerk ausgetauscht werden. Die japanische Digitalagentur empfiehlt und fördert die Verwendung des Peppol-Formats für den Austausch von E-Rechnungen. 

Die Einführung von Peppol in Japan bedeutet, dass der Austausch elektronischer Dokumente zwischen öffentlichen Auftraggebern und ihren Lieferanten zukünftig im Peppol-Format stattfinden wird. Bislang besteht in Japan keine Pflicht, elektronische Rechnungen zu erstellen oder zu empfangen. Die EIPA empfiehlt jedoch, dass Unternehmen bis Oktober 2022 eine Peppol-kompatible Software für die Erstellung von E-Rechnungen verwenden.

Erforderliche Angaben auf den neuen qualifizierten Rechnungen

  • Name und Steueridentifikationsnummer des Rechnungsausstellers
  • Datum der Rechnung
  • Angaben zu den Rechnungsposten (insbesondere für den ermäßigten Steuersatz)
  • Rechnungsbetrag mit anwendbarem Steuersatz
  • Betrag der Konsumsteuer mit dem geltenden Steuersatz
  • Name des Kunden

Sehen Sie sich unser Webinar an in Zusammenarbeit mit der Digital Agency Japan

In diesem Webinar (auf Englisch) erklären wir in Zusammenarbeit mit der Digital Agency in Japan, wie die Qualified Invoice Method funktioniert, welche Anforderungen sie stellt und wie und wann man sie mit dem Peppol-Netzwerk einhält.

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EDICOM, Peppol Service Provider in Japan

Nach Prüfung durch die sogenannte Digital Agency, hat die japanische Peppol Authority EDICOM als autorisierten Peppol-Anbieter in Japan zertifiziert.

Diese Akkreditierung qualifiziert EDICOM als Partner für nationale und internationale Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung in dem Land.

Über den EDICOM Peppol Access Point können öffentliche Auftraggeber den Austausch sämtlicher elektronischer Dokumente mit Partnern und Lieferanten gemäß des Peppol-XML-Standards automatisieren.

In welchen Länder werden E-Rechnungen über Peppol ausgetauscht?

Peppol wurde ursprünglich von der Europäischen Union (EU) entwickelt, um den grenzüberschreitenden Handel zwischen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern innerhalb der EU zu erleichtern. Aufgrund der Vorteile in Bezug auf Interoperabilität wird es mittlerweile aber auch in Nicht-EU-Staaten verwendet.

In der Region APAC gehören Singapur, Australien und Neuseeland ebensfalls zu den Ländern, die das Peppol-Format anwenden. Auch Länder wie Malaysia erwägen die Einführung von Peppol.

Peppol wird zum Beispiel in den folgenden Ländern verwendet: Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden, Italien, Polen, Norwegen, die Niederlande, Dänemark, Finnland, Belgien, Österreich, Island, Griechenland und Portugal.

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