e-Invoicing

Singapur: Projekt InvoiceNow der elektronischen Rechnung über Peppol

Singapore e-invoicing

Die Inland Revenue Authority of Singapore (IRAS) hat den Zeitplan für das neue B2B-Mandat zur elektronischen Rechnungsstellung für in Singapur registrierte Unternehmen bestätigt.

GST-registrierte Unternehmen müssen die Plattform InvoiceNow nutzen, um Rechnungsdaten direkt an die Steuerverwaltung zu übermitteln.

Diese Einführung wird schrittweise in mehreren Phasen erfolgen:

  • Ab dem 1. Mai 2025: freiwillige vorzeitige Anwendung durch GST-registrierte Unternehmen.
  • Ab dem 1. November 2025: Neu eingetragene Unternehmen die sich auf freiwilliger Basis in dem GST registrieren.
  • Ab dem 1. April de 2026: für alle neu eingetragenen auf freiwilliger Basis in dem GST.

¿Wie funktioniert InvoiceNow?

InvoiceNow ermöglicht die direkte Übertragung von Rechnungen in einem strukturierten Format von einem Verwaltungssystem zu einem anderen über das landesweite E-Delivery-Netz, das auf Peppol basiert und Möglichkeiten zur Automatisierung schafft. Auf diese Weise kommen sowohl KMU als auch Großunternehmen in den Genuss einer reibungsloseren Rechnungsstellung und schnellerer Zahlungen, wobei die Bearbeitungszeit für Rechnungen ohne manuellen Papierkram verkürzt wird.

Die InvoiceNow-Plattform wird auf einem Peppol 5-Ecken-Modell (Peppol CTC) basieren. Die Steuerzahler werden mit ihren zertifizierten Peppol-Dienstleistern zusammenarbeiten können. Die Rechnungen werden in einem strukturierten PINT-SG-Format ausgetauscht und eine Kopie muss an IRAS gesendet werden.

EDICOM wurde von der Infocomm Media Development Authority (IMDA) als Zugangspunkt für das Peppol-Netzwerk in Singapur zertifiziert.

Die EDICOM-Lösung wird mit dem ERP-System integriert und ermöglicht es, E-Rechnungen mit privaten Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern in Singapur auszutauschen.
Über den EDICOM Access Point können Sie das richtige InvoiceNow-Format erstellen und es automatisch an den Empfänger senden. Zudem können über den Access Point Rechnungen an öffentliche Auftraggeber und andere Kunden in weiteren Ländern gesendet werden. 

EDICOM ist als Peppol Access Point in Japan, Australien, Neuseeland und mehreren Ländern innerhalb der Europäischen Union zertifiziert. Dadurch verfügt EDICOM verfügt über einen eigenen von der Open Peppol Association anerkannten Service Metadata Publisher (SMP). Ein SMP ist ein dezentralisiertes Register, das Informationen über die Zugangspunkte und die Arten von Nachrichten liefert, die ein Peppol-Empfänger verarbeiten kann. Mit dem SMP von EDICOM ist es nicht notwendig, auf externe Verbindungen oder Dritte zurückzugreifen, um Informationen über die registrierten Nutzer zu erhalten. Dadurch kann der Versand- und Empfangsprozess vollständig und effizient über Peppol abgebildet werden.

Vorteile durch den EDICOM Access Point

Die EDICOM-Lösung funktioniert ohne Drittanbieter. Alle Prozesse werden innerhalb EDICOMs eigener Cloud ausgeführt. Dadurch müssen unsere Kunden sich nicht um die Wartung oder die Aktulaisierung der Software kümmern.

Wir verfügen über mehrere Zertifizierungen für Datensicherheit, darunter die ISO 27001, und sind ein qualifizierter, von der Europäischen Union im Rahmen der eIDAS-Verordnung anerkannter Anbieter von Vertrauensdiensten.

Mit der EDICOM-Lösung könne Unternehmen den Austausch von elektronischen Dokumenten in verschiedenen Ländern zentral verwalten.

Die Einhaltung von Vorgaben bzgl. E-Rechnungen wird für Unternehmen immer wichtiger. Mit der EDICOM-Lösung können Unternehmen alle gesetzlichen und technischen Standards und Prozesse abbilden. Die Lösung konvertiert die Daten automatisch in die erforderlichen Formate und garantiert dabei höchste Datensicherheitsstandards.

Die elektronische rechnung in Singapur

Singapur implementierte 2019 ein nationales E-Invoicing-Netzwerk, das auf dem Peppol-Standard basiert. Damit ist es das erste Land außerhalb Europas, das Peppol für den Austausch von E-Rechnungen im Bereich B2B nutzt. Um die Ausstellung von E-Rechnungen im Land zu fördern, hat die zuständige Behörde Infocomm Media Development Authority (IMDA) die Initiative InvoiceNow ins Leben gerufen, die finanzielle Anreize für Unternehmen vorsieht, die E-Rechnung verwenden.  

Papierrechnungen wird es in Singapur zukünftig immer wenige bzw. gar nicht mehr geben. Kürzlich kündigte Staatsminister Chee Hong Tat an, dass "die Regierung in den kommenden Jahren InvoiceNow als Standard für den Versand von E-Rechnungen für alle Auftragnehmer der Regierung einführen wird". Das bedeutet, dass InvoiceNow das Vendors@Gov-Portal ersetzen wird. 

Dies ist ein wichtiger Schritt, den die Regierung auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung der E-Rechnung als Standard unternimmt. Ziel dieser Initiative ist es, die E-Rechnung für Unternehmen so bald wie möglich zur Pflicht zu machen und damit dem aktuellen Trend in der APAC-Region mitzugehen.

Die IMDA ist für die Zertifizierung der sogenannten Peppol Access Points und die Definition der technischen Spezifikationen der E-Rechnung zuständig. Die Unternehmen müssen die E-Rechnungen im Peppol-Format über einen Peppol Access Point versenden.

Hintergrund zur Einführung von Peppol in Singapur

Singapur treibt die Einführung der E-Rechnung weiter voran. Unternehmen können dies nutzen, um ihre Effizienz zu steigern, Kosten zu senken, Zahlungszeiträume zu verkürzen und die Umweltbelastung zu minimieren.

Bei Peppol handelt es sich um eine Reihe von technischen Spezifikationen und Standards, die die Beschaffungsprozesse zwischen Unternehmen und Behörden unabhängig von ihrem Standort und den von ihnen verwendeten Systemen vereinfachen sollen. Aufgrund seiner Qualität und internationalen Akzeptanz wird der Peppol-Standard nicht nur in Europa und im Bereich B2G eingesetzt, sondern auch für den Austausch elektronischer Dokumente im Bereich B2B.

  1. Die IMDA wurde im Mai 2018 die erste Peppol-Behörde außerhalb Europas. Die Regierung von Singapur beschloss, die E-Rechnung im Land gemäß europäischer Standards und basierend auf Peppol zu entwickeln, um den internationalen Handel zu fördern
  2. Das nationale Peppol-Netzwerk wurde im Januar 2019 mit elf Access Point-Anbietern eingeführt
  3. Die Akkreditierung von Peppol-konformen Lösungen wurde 2019 eingeführt und mehr als 50 Anbieter hatten sich bis Januar 2020 erfolgreich an das Netzwerk angeschlossen
  4. Im März 2020 wurden Subventionen für die Einführung von E-Rechnungen angekündigt, um Anreize für Unternehmen zu schaffen, sich bis zum 31. Dezember 2020 an das Netzwerk anzuschließen
  5. Das E-Rechnung wurde im September 2020 in InvoiceNow umbenannt.
  6. Das nationale E-Invoicing-Netzwerk wurde im September 2020 in InvoiceNow umbenannt.

Vorteile für große Unternehmen

Digitalisierung von Prozessen 

  • Empfang von Rechnungen in einem standardisierten Format.
  • Keine manuelle Erfassung und Verarbeitung von Rechnungsdaten.
  • Nahtlose Integration des ERP-Systems in das Peppol-Netzwerk.

Vermeidung von Fehlern

  • Durch die vollautomatische Übertragung der Rechnungsdaten an das ERP-System werden Fehler, die bei der manuellen Verarbeitung entstehen können, vermieden.
  • Der Aufwand für die Erkennung und Behebung von Fehlern im weiteren Verlauf des Prozesses wird deutlich reduziert.

Potenziale für das Lieferantenmanagement

  • Frühzahlerrabatte dank der schnellen Bearbeitung von Rechnungen.
  • Einsicht des Status von Rechnungen für Lieferanten.

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