e-Invoicing

Deutschland: Einführung der E-Rechnung im Bereich B2B

Alemania: Factura electrónica B2B

In Deutschland scheint derzeit Bewegung in das Vorhaben der Einführung der E-Rechnung im Bereich B2B zu kommen. Die Bundesregierung hat bei der Europäische Union den Antragt gestellt, die Artikel 218 und 232 der europäischen Richtlinie über die E-Rechnung aufzuheben. Die Artikel legen fest, dass der Austausch von E-Rechnungen zwischen zwei Unternehmen lediglich nach gegenseitiger Absprache und Zustimmung erfolgen kann. 

Auf diese Weise scheint Deutschland seine klare Absicht zu zeigen, die E-Rechnung im Bereich B2B einzuführen, ähnlich wie in Frankreich und Italien. Bei der Funktionsweise handelt es sich vorraussichtlich um ein Clearance- bzw. Validierungsmodell, bei dem die Unternehmen all ihre Rechnungen an eine zentrale Plattform des Bundeszentralamts für Steuern senden. Die Rechnungen werden von der Plattform dann in Echtzeit validiert und an die Empfänger gesendet.

Diese Vorgehensweise stünde im Einklang mit den europäischen Mehrwertsteuervorschriften ‚Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter‘ (ViDA), die besagt dass die europäische Norm EN 16931 für E-Rechnungen verwendet werden soll. Die Bundesregierung hat jedoch noch keine Angaben dazu gemacht, wann die Pflicht für die E-Rechnung kommen soll.

Die Einführung und die Umsetzung der EU-Vorgaben für die E-Rechnung obliegt in Deutschland  den einzelnen Bundesländern, so dass auch ein einheitliches Vorgehen bei der E-Rechnung im Bereich B2B keine leichte Aufgabe werden dürfte.

Die E-Rechnung für B2G in Deutschland

Seit dem 18. April 2020 setzen die Bundesländer die Vorgaben zur E-Rechnung im Bereich B2G gemäß der europäischen Richtlinie 2014/55/EU um. In welchem Format und über welches Portal bzw. welchen Zugangspunkt Rechnungen in den einzelnen Bundesländern übertragen werden können hängt von den spezifischen Vorgaben ab, die jedes Bundesland im Rahmen der EU-Richtlinie selbst bestimmen kann. Allerdings muss auch immer die Übertragung über Peppol möglich sein, wenn die E-Rechnung in einem Bundesland für Auftragnehmer vorgeschrieben wird.

Die Bundesländer, in denen die E-Rechnung für die Lieferanten öffentlicher Auftraggeber demnächst zur Pflicht wird, sind Mecklenburg-Vorpommern (ab 1. April 2023), Hessen und Rheinland -Pfalz (beide ab 1. Januar 2024).

Informieren Sie sich über den aktuellen Stand der E-Rechnung im Bereich B2G in den einzelnen Bundesländern.

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