e-Invoicing

Jordanien bereitet sich auf die Einführung von e-Invoice vor

e-Invoicing Jordanien

Jordanien bereitet sich auf die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung vor. Das Ministry of Digital Economy and Entrepreneuship (MDEE) hat ein Projekt ausgearbeitet, das die Anforderungen an das E-Invoicing System definiert. Ziel ist es, eine nationale Lösung für die elektronische Rechnungsstellung zu schaffen, die der Steuerbehörde die Erfassung von Informationen und die Transparenz bei Verkaufs- und Kaufvorgängen erleichtert. Das System soll als ein für verschiedene Nutzer zugängliches Instrument präsentiert werden, um seine Verbreitung zu erleichtern.

Jordanien und die Herausforderungen der Digitalisierung  

Seit Juli 2019 ist die Ausstellung einer Rechnung für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen in Jordanien Pflicht. Es gibt jedoch keine Harmonisierung des Rechnungsstellungssystems, was die Steuerkontrolle erschwert und die Sicherheit des Informationsaustauschs zwischen den Unternehmen beeinträchtigt.

Die Behörde Income and Sales Tax Department (ISTD) erwägt, noch einen Schritt weiterzugehen und die Ausstellung elektronischer Rechnungen für die zur Rechnungsstellung Verpflichteten vorzuschreiben, die diese auch an die Steuerbehörde übermitteln müssen.

Jordanien verfügt derzeit nicht über ein System für die elektronische Rechnungsstellung. Um den Prozess einzuleiten, hat das MDEE in der Ausschreibung (Request for Proposal, RFP) die Merkmale und Anforderungen des nationalen E-Invoicing-Systems dargelegt. 

Die Anforderungen und Merkmale des E-Invoicing Systems hängen von der Art des Nutzers, dem Zugang zum Kanal, der Art des Systems zur Verwaltung der Rechnung oder den verschiedenen Prozessen ab: Ausstellung, Empfang, Validierung, Versand, Aufbewahrung, elektronische Signaturlösung für die Rechnung usw.

Das E-Invoicing System muss u. a. folgende Aspekte gewährleisten: 

  • Kontrolle und Prävention von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung
  • Höhere Effizienz und Kosten durch Papiereinsparungen
  • Zugänglichkeit des vorgeschlagenen Tools über verschiedene Zugangskanäle wie mobile Geräte und Online-Plattform
  • Einfache Umsetzung, um eine größere Akzeptanz bei Unternehmen und Steuerzahlern zu erreichen
  • Die Userexperience über die verschiedenen Schnittstellen

Mit der Einführung eines E-Invoicing-Systems ist Jordanien auf dem Weg zum E-Government, einer der Empfehlungen, die das Jordanische Strategieforum (JSF) kürzlich ausgesprochen hat.

Nach den Daten des vom JSF, vorgelegten "E-Government Development Index" befindet sich das Land auf einem sehr niedrigen Niveau der E-Government-Entwicklung unter den UN-Ländern. Die E-Government-Entwicklung wird auf der Grundlage des EGDI-Scores der Vereinten Nationen berechnet, der den Umfang und die Qualität der Online-Dienste, die Telekommunikationsanbindung und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter misst.

Eine der Empfehlungen des JSF-Berichts lautet, an der Sicherheit des elektronischen Informationsaustauschs sowie am Sicherheitsniveau der verwendeten Medien zu arbeiten. 

Es wird erwartet, dass die Regierung den Zeitplan für die Umsetzung und die technischen Anforderungen für die Einhaltung der Vorschriften durch die Steuerzahler im Laufe dieses Jahres veröffentlicht. 
 

 

 

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