e-Invoicing

Das Gesetz „Crea y Crece“ verpflichtet Unternehmen, KMU und Selbstständige in Spanien zur Verwendung der E-Rechnungen

spanien e-rechnung

E-Rechnungen werden für spanische Unternehmen Pflicht.

Das ist eine der Konsequenzen der am vergangenen 15. September 2022 erfolgten Verabschiedung des Gesetzes für Schaffung und Wachstum der Unternehmen, das besser als „Crea y Crece“-Gesetz bekannt ist. Es legt E-Invoicing als einziges System für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Selbstständigen fest, sobald das Gesetz in Kraft tritt. 

Diese Initiative ist Teil des Wiederaufbau- und Resilienzprogramms zur Förderung der Digitalisierung und Bekämpfung der Säumigkeit bei geschäftlichen Transaktionen als Antrieb für unternehmerisches Wachstum in Spanien.

E-Invoicing-Einführungszeitplan

Die Verordnung sieht einen Zeitraum von sechs Monaten ab der Veröffentlichung des Gesetzes vor, in dem die beteiligten Verwaltungen die technischen Anforderungen und die Informationen festlegen müssen, die in der E-Rechnung enthalten sein müssen.

Die Kernpunkte der technischen Spezifikationen beziehen sich z. B. auf die Informationen bzgl. der Zahlung (Erfassung des Datums und der Zahlungsfrist), die Interoperabilität zwischen den Software-Anbietern, die Datensicherheit oder die Standardisierung von IT-Geräten und -systemen.

Sobald diese Spezifikationen veröffentlicht sind, gelten für die Unternehmen je nach Jahresumsatz unterschiedliche Fristen für die Umsetzung.

  • Für Unternehmen, deren Jahresumsatz 8 Millionen Euro überschreitet, beträgt die Einführungsfrist ab Veröffentlichung des „Crea y Crece“ Gesetzes im Staatsanzeiger 1 Jahr.
  • Für die restlichen Unternehmen, deren Umsatz unter 8 Millionen Euro liegt, wird die Einführungsfrist ab Veröffentlichung des Gesetzes im Staatsanzeiger auf 2 Jahre verlängert

*Mögliche Änderungen der Daten für die Umsetzung werden im staatlichen Amtsbulletin (genannt BOE) veröffentlicht

Verpflichtungen der Unternehmen und Selbstständigen 

Mangels Veröffentlichung der technischen Vorschrift zur Regulierung des neuen E-Invoicing-Systems müssen Unternehmen und Selbstständige:

  • E-Rechnungen mit anderen Unternehmen und Selbstständigen ausstellen und senden.
  • Den Empfängern Zugriff auf die E-Rechnung sowie deren Anzeige, Download und Druck ermöglichen.
  • 4 Jahre lang Zugriff auf die E-Rechnungen lang selbst dann gewähren, wenn deren Empfänger nicht mehr Kunden der ausstellenden Unternehmen sein sollten.


E-Rechnung als steuerliche Kontrollmaßnahme

Mit der Verabschiedung des „Crea y Crece“-Gesetzes sind die Unternehmen dazu verpflichtet, anderen Unternehmen oder Selbstständigen ihre Dienstleistungen elektronisch abzurechnen. Das geschieht schon seit 2015 im öffentlichen Rahmen mit dem Versand von E-Rechnungen seitens der Lieferanten an die öffentlichen Verwaltungen. 

Dieses Modell wird jetzt auf den privaten Rahmen übertragen, d. h., dass die Unternehmen ihre Systeme an die vom Gesetz für Ausstellung und Erhalt von Rechnungen im festgelegten elektronischen Format vorgesehenen technischen Anforderungen anpassen müssen. Der Zweck dieses Gesetzes zur Einführung der E-Rechnungen sind die Verbesserung der Abrechnungskontrolle der spanischen Unternehmen und die Senkung der Steuerhinterziehung. Gleichzeitig trägt es dazu bei, deren Produktivität zu erhöhen und ihre Geschäftsbeziehungen zu digitalisieren.

Hauptvorteile der Anwendung der B2B-E-Rechnung

Die Anwendung der E-Rechnungen bieten im täglichen Geschäft der Unternehmen große Vorteile:

  • Digitalisierung und Optimierung der Geschäftsbeziehungen
  • Zeit- und Kostensenkung
  • Höhere Produktivität
  • Höhere Sicherheit und Zuverlässigkeit der elektronischen Transaktionen
  • Senkung der Säumigkeit bei geschäftlichen Transaktionen
  • Rückverfolgbarkeit und Kontrolle der Zahlungen zwischen Unternehmen und Selbstständigen
  • Senkung menschlicher Fehler dank der Prozessautomatisierung

Spanien setzt auf E-Rechnungen im privaten Rahmen

Spanien schließt sich damit der Verallgemeinerung des Einsatzes der E-Rechnungen auch im B2B-Rahmen an und folgt anderen europäischen Ländern wie Italien, Frankreich, Polen oder Albanien. Die Übernahme dieser E-Invoicing-Systeme bietet Wettbewerbsvorteile für alle privaten Unternehmen. Einerseits durch die Kostensenkung der für die Bearbeitung und Verwaltung der Rechnungen auf Papier eingesetzten Ressourcen wie auch andererseits durch die verbesserte Verarbeitung der Informationen und Kommunikationen zwischen den vom Abrechnungsprozess Betroffenen. 

EDICOM besitzt eingehende Erfahrung in der Entwicklung von E-Invoicing-Lösungen im B2B, B2G und B2C Rahmen. Für diese Zwecke bietet EDICOM seinen Kunden eine Lösung an, mit der sie sich mit allen Partnern im öffentlichen oder privaten Rahmen verbinden können.

Globale E-Invoicing-Plattform EDICOM

EDICOM ist eines der internationalen Bezugsunternehmen für E-Invoicing und der von den großen spanischen Unternehmen am meisten eingesetzte Anbieter für den Austausch von E Rechnungen untereinander. Unsere Plattform ist außerdem eine der von den spanischen Gesellschaften und von der ganzen Welt am meisten zur E-Invoicing-Verwaltung mit den spanischen öffentlichen Verwaltungen wie auch für andere informationstechnische Verfahren steuerlicher Art wie SII (Suministro Inmediato de la Information - sofortige Informationslieferung) eingesetzte Plattform.

Unsere Dienstleistungen basieren auf Technologie aus eigener Entwicklung, sodass sie schnell und ohne Auswirkung die die internen Abläufe der über 17.000 Kundenunternehmen, die täglich unsere Lösungen nutzen, angepasst und aktualisiert werden können.

In Erwartung der offiziellen Veröffentlichung im spanischen Staatsanzeiger der technischen Vorschrift zur Regelung des neuen E-Invoicing-Systems wie auch der einzelnen Anforderungen, die die E-Rechnungslösungen erfüllen müssen, arbeitet EDICOM an der Verfolgung und Einhaltung der vom „Schaffe und Wachse“-Gesetz geforderten Verpflichtungen, um seinen Kunden eine für das E-Invoicing zwischen Privatunternehmen in Spanien zugelassene Lösung anbieten zu können.

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