e-Invoicing

Elektronische Rechnungsstellung in Sri Lanka: aktueller Stand und Fahrplan zur Digitalisierung des Steuerwesens

So erfüllen Sie die Anforderungen an die elektronische Rechnungsstellung in Sri Lanka

Sri Lanka treibt die Modernisierung seines Steuersystems durch die Einführung der elektronischen Rechnung zielstrebig voran. Obwohl das Land noch nicht über ein voll funktionsfähiges Echtzeit-E-Invoicing-Modell verfügt, markieren die von der Regierung und der Steuerbehörde (IRD) vorangetriebenen Initiativen einen Wendepunkt in der Digitalisierung des Steuerwesens des Landes.

Dieser Prozess ist Teil der nationalen Strategie zur Erreichung der Ziele der digitalen Wirtschaft Sri Lankas bis 2030, wobei der Schwerpunkt auf Transparenz, Effizienz bei der Steuererhebung und der Bekämpfung von Steuerhinterziehung liegt.

Der Präsident Sri Lankas hat öffentlich betont, dass das Steuersystem als wichtige Säule des Wirtschaftswachstums gestärkt und digitalisiert werden muss. Bei den jüngsten Treffen mit der Steuerbehörde, dem Finanzministerium und dem Ministerium für digitale Wirtschaft wurde erneut betont, dass die Digitalisierung von entscheidender Bedeutung ist für:

  • Minimierung der Steuerunregelmäßigkeiten
  • Vereinfachung des Steuersystems
  • Verbesserung der Steuertransparenz
  • Erweiterung der Steuerzahlerbasis
  • Erleichterung der Einhaltung von Steuervorschriften für Unternehmen und Privatpersonen

Das bestehende Steuerverwaltungssystem, bekannt als Revenue Administration Management Information System (RAMIS), wird zur technologischen Grundlage auf der das neue Modell der elektronischen Rechnungsstellung aufgebaut wird.

Bewertung des elektronischen Rechnungsstellungssystems in Sri Lanka

Die Steuerbehörde hat eine technische Bewertung zur Integration eines Rahmens für elektronische Rechnungen in das RAMIS-System abgeschlossen. Ziel ist es, eine reibungslose digitale Kommunikation zwischen den ERP-Systemen der Steuerzahler und der Steuerverwaltung zu ermöglichen.

Nach dieser Analyse haben die Behörden beschlossen, dass die Implementierung einer sicheren Web-API der erste Schritt zur Einführung der E-Rechnungsstellung im Land sein wird.

Dieser Ansatz ermöglicht:

  • Direkte Verbindung zwischen Unternehmenssystemen und Steuerverwaltung
  • Steuerdaten werden in strukturierten Format ausgetauscht
  • Nutzung der vorhandenen technologischen Infrastruktur
  • Schrittweiser Übergang zu fortschrittlicheren Modellen

Schrittweise Einführung der elektronischen Rechnung in Sri Lanka

Der von der Regierung festgelegte Fahrplan sieht eine schrittweise Einführung vor, um die betrieblichen Auswirkungen auf die Unternehmen zu minimieren und die Stabilität des Systems zu gewährleisten.

Die erste Phase besteht aus einem Pilotprojekt, an dem eine kleine Gruppe von Steuerzahlern beteiligt ist, die ihre ERP-Systeme bereits aktualisiert haben, um die Integration über API zu unterstützen.

In dieser Phase werden folgende Punkte überprüft:

  • Interoperabilität zwischen den ERPs und RAMIS
  • Sicherheit des Datenaustauschs
  • Operative und technische Prozesse
  • Skalierbarkeit des Systems

Nach Abschluss des Pilotprojekts wird das API-System auf ausgewählte Exportunternehmen ausgeweitet, einem für die Wirtschaft des Landes wichtigen Sektor, der insbesondere aus steuerlicher Sicht und im Hinblick auf die Steuerkontrolle von Bedeutung ist.

Die nächste Phase sieht die Einführung des Systems für alle in Sri Lanka für Mehrwertsteuerzwecke registrierten Unternehmen vor. Dieser Schritt wird zu einer viel breiteren Einführung der elektronischen Rechnung im B2B-Umfeld führen und die Steuerkontrolle und Rückverfolgbarkeit von Transaktionen verbessern.

Die letzte Phase des Projekts bringt eine bedeutende strukturelle Veränderung mit sich: die Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung bei B2C-Transaktionen unter Verwendung von Point-of-Sale-Terminals (POS).

Dieses Modell ermöglicht:

  • Erfassung von Transaktionen nahezu in Echtzeit
  • Wesentliche Verbesserung der Mehrwertsteuerkontrolle
  • Erhöhte Steuertransparenz
  • Nutzung einer zentralisierten Webplattform für die Steuerverwaltung

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