e-Invoicing

Neuer nationaler Standard für E-Invoicing von Dienstleistungen in Brasilien

Brazil electronic invoicing

Der Status in Bezug auf die „Nota Fiscal Electrónica de Servicios, NFS-e“ ist in Brasilien derart definiert, dass jede Kommune ihre von den Steuerzahlern zu befolgenden Standards und Anforderungen selbst festlegen kann. 

Auf diesem Hintergrund hat jede Stadt ihre Anforderungen für ihre spezifischen Bedürfnisse entwickelt. Das hat den in vielen Städten tätigen Unternehmen, die NFS-e ausstellen, Probleme und Schwierigkeiten verursacht, da sie ihre Systeme an alle Standards, Layouts und weitere von den Stadtverwaltungen gestellten Anforderungen anpassen müssen. 

Die am 30. Juni 2022 von Receita Federal Brasileira (RFB), Confederação Nacional dos Municipios (CNM) und anderen relevanten Verbänden unterzeichnete Vereinbarung (Convênio) NFS-e legte das nationale NFS-e-System (Nota Fiscal de Serviço Eletrônica) fest, um im ganzen Land einen nationalen NFS-e Standard zu schaffen. 

Zu den bedeutendsten Eigenschaften des Systems gehören:

  • Öffentlicher Webseiten-Aussteller: NFS-e kann auf einfache und kostenlose Weise über das Web-Portal erstellt werden. 
  • Öffentlicher Mobil-Aussteller: Für mobile Anwendungen verfügbare vereinfachte Version des Webseiten-Ausstellers. 
  •  Ausgabe über API: Verbindungsmöglichkeit der Unternehmenssysteme der Steuerzahler mit den Servern des Nationalen Sekretariats für Finanzen (SEFIN), das für die NFS e-Freigabe zuständig ist. 
  • Declaração de Prestação de Serviço (DPS): Vorgängiges Dokument, das an die SEFIN zur Freigabe und Umwandlung in eine NFS-e gesendet wird. (Es ersetzt das zurzeit bei der Ausgabe lokaler NFS-e geltende Konzept des Recibo Provisorio de Serviço (RPS).
  • Nota Fiscal de Serviço Eletrônica (NFS-e): Digitales Dokument, das zum Dokumentieren von Dienstleistungstransaktionen eingesetzt wird. 
  • NFS-e-Events: Möglichkeit zur Eintragung von Events wie z. B. Stornierung, Ersatz, Korrekturschreiben usw. in eine schon freigegebene NFS-e. 
  • Documento Nacional de Arrecadação (DNA): Einzugsdokument der ISSQN-Abgaben (Imposto Sobre Serviço de Qualquer Natureza), das für alle am System teilnehmenden Kommunen gültig ist. 
  • Ambientes de Dados Nacional (ADN): Nationaler Aufbewahrungsort der in diesem System freigegebenen NFS-e. 
  • Portal da Nota Fiscal de Serviço Eletrônica: Umgebung zur Anfrage von erstellten Unterlagen, neben anderen Anfragen über das System. 
     

Abgesehen von den o. a. Eigenschaften besteht nach der Unterzeichnung eines Abkommens über das Interesse an der Aufnahme für die Kommunen (die weiter frei bleiben, sich an dieses System anzuschließen oder nicht) die Anschlussmöglichkeit an verschiedene Module, indem sie die für sie interessantesten Module - mit Ausnahme des verbindlichen Anschlusses an Ambientes de Dados Nacional (ADN) - auswählen.

Es ist außerdem erlaubt, die in diesem System ausgegebenen NFS-e mit den an diesem Prozess beteiligten Parteien (Kommune, Dienstleistungsnehmer, Dienstleister, Buchhalter usw.) zu teilen. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Anschlusses an ADN besteht darin, dass eine bestimmte Kommune, die die Ausgabe ihrer lokalen NFS-e nicht aufgeben möchte, weiter damit fortfahren kann, indem sie sich dazu verpflichtet, die von ihren Steuerzahlern erhaltenen und freigegebenen NFS-e an ADN zu senden. Somit können die lokalen Steuerzahler ihre NFS-e weiter in einem einzigen Standard ausgeben. 

Die Umsetzung des nationalen NFS-e-Systems erfolgt in vier Pflicht- und einer freiwilligen Phase:

  1. Anschlussbestimmung unterschreiben und senden
  2. Webseite des Panels der kommunalen Verwaltung konfigurieren
  3. Auswahl und Verwendung der Produkte
  4. Anpassung der lokalen Gesetzgebung an den nationalen Standard
  5. Anpassung der lokalen Infrastruktur an den nationalen Standard. (optional)
  • Phase 1 (Anschlussbestimmung unterschreiben und senden) trat am 23. Juli 2022 für nur 5 Pilotkommunen in Kraft. 
  • Das für die Öffnung von Ambientes de Dados Nacional (ADN) für die restlichen Kommunen geschätzte Datum ist ab dem 15. September 2022. 
  • Ab dem 23. Juli 2022 ist das kommunale Portal für den vorschriftsmäßigen Anschluss der Kommunen an das Programm verfügbar. 
  • Ab dem 23. Juli 2022 sind die Links für den Zugriff auf die Portale verfügbar.
  • Sobald die erste Phase stabilisiert ist, wird der Kalender für die Übernahme der folgenden Phasen festgelegt. 

Aufgrund der großen Vorteile, die das Projekt bietet, haben sich schon Kommunen wie São Paulo, Salvador oder Florianópolis angeschlossen. Dadurch kann die aktuelle Heterogenität der Systeme für die Ausstellung von Dienstleistungsrechnungen im gesamten Land für bessere Verwaltung und Kontrolle des Prozesses seitens der betroffenen Parteien vereinheitlicht und rationalisiert werden. 

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