e-Invoicing

Deutschland vollendet die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung in der öffentlichen Verwaltung

elektronischen Rechnungsstellung

Deutschland unternimmt die letzten Schritte zur allgemeinen Einführung der elektronischen Rechnung in der öffentlichen Verwaltung. Seit dem 27. November müssen alle Lieferanten auf Bundesebene sowie alle Lieferanten auf der Ebene des Bundeslandes Bremen dem E-Invoicing-System folgen. Die verpflichtende E-Invoicing Einführung für öffentliche Lieferanten beendet den Einführungsprozess des E-Invoicing, welcher 2017 in Deutschland begonnenen hat.

S eit April können sowohl im nationalen als auch im föderalen System alle deutschen öffentlichen Einrichtungen elektronische Rechnungen von ihren Lieferanten erhalten. Der Zugang zu öffentlichen Aufträgen der deutschen Verwaltung ist jetzt einfacher, wenn Sie mit dem Rechnungsstellungssystem vertraut sind.

Zeitplan für die elektronische Rechnungsstellung (B2G) in Deutschland

  • 18/04/2019: Verpflichtender Empfang der elektronischen B2G-Rechnung auf nationaler Ebene
  • 18/04/2020: Verpflichtender Empfang der elektronischen B2G-Rechnung auf regionaler und lokaler Ebene
  • 27.11.2020: Verpflichtende Übermittlung der elektronischen B2G-Rechnung für Lieferanten auf Bundesebene sowie für Lieferanten im Land Bremen

Die elektronische Rechnungsstellung in B2G-Beziehungen (Business to Government) ist in Deutschland nun Teil der Praxis. Aufgrund der durch die Richtlinie 2014/55 auferlegten Verpflichtung, einen europäischen E-Invoicing-Standard zu schaffen, der die Interoperabilität zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten gewährleistet, musste Deutschland sein Rechnungsstellungssystem anpassen, um mit den Anforderungen der Europäischen Union kompatibel zu sein.

Dieser Prozess verlief parallel zu dem der 16 Bundesstaaten, die über eine eigene Gesetzgebungsautonomie zur Umsetzung der europäischen Richtlinie verfügen und der am 27. November mit der Eingliederung der Lieferantenverpflichtung seinen Höhepunkt erreicht. 

Das e-Invoicing-System in Deutschland auf nationaler Ebene

Die elektronische Rechnungsstellung für die unmittelbare Bundesverwaltung in Deutschland wird durch die Core Invoice User Specification (CIUS) definiert.

  • Es werden zwei Formate unterstützt: das nationale ZUGFeRD 2.1.1 und das PEPPOL UBL Format, genannt XRechnung 2.0.0

  • Die Kommunikation wird über die Zentrale Rechnungseingangsplattform des Bundes (ZRE) und die Onlinezugangsgesetz-konforme Rechnungseingangsplattform (OZG-RE), über ein elektronisches Webformular auf dem Portal, durch Hochladen der Rechnung im XRechnung-Format, über eine WebService-Anbindung oder über das PEPPOL-Netz realisiert.

B2G E-Invoicing in den Bundesländern

Jedes Bundesland konnte seinerseits sein E-Invoicing-Modell wählen, d.h.: das im CIUS festgelegte Bundesmodell übernehmen oder einen eigenen Rechnungsstandard entwickeln; die ZRE-Plattform oder andere Systeme nutzen. Abgesehen von der Kompatibilität mit dem europäischen Standard ist die einzige Anforderung, dass sie, wenn sie ihren eigenen Webdienst implementieren, auch eine PEPPOL-Verbindung anbieten müssen.

Was ist die Leitweg-ID?

Die Leitweg-ID ist ein Pflichtfeld im XRechnung-Schema und freiwillig für das ZUGFeRD 2.1.1-Format (XRechnung-Profil). Es ist die Lösung für die sichere Adressierung von Dokumenten in Deutschlands vielfältigem E-Invoicing-Ökosystem. Es handelt sich also um einen Code, der nur für Rechnungen an öffentliche Stellen zu verwenden ist, die auch eine Empfangsplattform wie ZRE oder OZG-RE nutzen.

Dieser Code ermöglicht die eindeutige Identifizierung des Endempfängers von Dokumenten, die an Empfangsplattformen im B2G-Sektor gesendet werden. Der Inhalt ist verbindlich und wird von der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT), die für die Entwicklung der standardisierten Rechnung zuständig ist, vorgegeben.

Die Leitweg-ID muss vom Auftragnehmer, in diesem Fall der öffentlichen Verwaltung, dem Aussteller der elektronischen Rechnung zur Verfügung gestellt werden, damit sie in das Dokument aufgenommen werden kann, bevor es versendet wird. 

E-Invoicing Lösungen für Deutschland

Die Komplexität des E-Invoicing im deutschen Kontext wird durch die EDICOM-Lösung, eine globale E-Invoicing-Plattform mit Multistandard-Kapazität und Anschluss an jeden Regierungsknotenpunkt, vereinfacht. Dadurch kann die Lösung sowohl auf zentraler Regierungsebene als auch in den Bundesländern eingesetzt werden.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die elektronischen Rechnungen im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format ausgestellt werden sollen oder ob das System an die ZRE-Plattform, das OZG-RE-Portal oder das zERIKA Portal in Bremen angeschlossen werden muss, um nur einige Beispiele für die Vielfalt im B2G-Umfeld in Deutschland zu nennen. Die Plattform integriert die technischen und rechtlichen Spezifikationen der verschiedenen digitalen Rechnungssystemen in den Bundesländern, wodurch sie zu einer idealen Lösung für Unternehmen, die auf dem deutschen Markt sowohl im B2G- als auch im B2B-Bereich tätig sind, wird.

Zu den Merkmalen der globalen E-invoicing Platfform von EDICOM gehört auch, dass sie den Anschluss an das PEPPOL-Netz garantiert. EDICOM ist als Access Point (AP) zertifiziert, was die Verbindung nicht nur mit deutschen Behörden, sondern mit jeder öffentlichen Verwaltung in Europa garantiert.

Die Akkreditierung als Access Point (AP) ermöglicht es EDICOM, sich mit der e-procurement PEPPOL-Plattform und mit den übrigen Access Points (AP) des Netzes zu verbinden. Über dieses System können private Unternehmen und Behörden aus ganz Europa elektronische Dokumente aller Art austauschen: Rechnungen, Bestellungen, Aufträge, Preiskataloge usw.

PEPPOL Garantie

Öffentliche Verwaltungen in Deutschland, ob auf Landes- oder Bundesebene, müssen die Anbindung über das PEPPOL-Netz als Alternative oder als bevorzugte Option für den elektronischen Informationsaustausch anbieten. Diese Anforderung gewährleistet die Interoperabilität.

EDICOM arbeitet über das multiprotokoll-Netzwerk EDICOMNet mit einem speziellen Service, dem Public Administrations Hub, der alle öffentlichen Verwaltungen auf lokaler, regionaler oder internationaler Ebene miteinander verbindet.

Mit diesem Hub entfällt für Unternehmen der Aufwand, sich mit jeder einzelnen Verwaltung verbinden zu müssen.

Sobald die Verwaltung, an welche Informationen gesendet werden sollen, angegeben wurde, validiert der EDICOM-Hub die Syntax und die Struktur der Nachricht und stellt die Verbindung unter Verwendung der erforderlichen und vom Empfänger angegebenen Protokolle her. Im Falle von PEPPOL werden alle Verbindungen zwischen den Access Points über den Hub hergestellt.

 

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